Ella W. Anders: Skurril, lustig, phantasievoll

Die Schriftstellerin Waltraud Eckbauer alias Ella W. Anders des ersten Bad Füssing Krimis im Interview.

wasistlos-Redaktion: Frau Eckbauer, Ihr erstes Buch „Austanzt“ ist im November 2016 beim Spielberg Verlag erschienen. Jetzt sind bereits zwei weitere Bücher in Arbeit.
Bei Ihren Geschichten handelt es sich um Krimis, die in Niederbayern spielen. Wie finden Sie die Ideen ihrer Geschichten?
Frau Eckbauer: Es ist richtig, dass ich Krimis schreibe, die in Niederbayern spielen. Ich habe sie in Bad Füssing angesiedelt. In meinen Geschichten vermeide ich aber blutrünstige Schilderungen. Ich möchte nicht durch die Erfindung einer besonders makabren Todesart glänzen, sondern mit skurrilem Humor die Leser unterhalten.
Die Ideen meiner Geschichten kann ich grundsätzlich überall finden. Ich halte mich aber unglaublich gerne in Bad Füssing auf. Da finde ich mehr als genug Anregungen für meine Geschichten. Ich verwende jedoch nie ein reales Geschehen.

Sie haben also ihre Geschichten in Bad Füssing angesiedelt. Warum haben Sie sich entschieden genau diesen Ort als Schauplatz zu wählen?
Bad Füssing hat für mich persönlich einen ganz eigenen Flair. Ich habe viele Jahre im Kurort gearbeitet und treffe mich dort immer noch mit meinen Freunden. Der Kurort bietet unglaublich viele Möglichkeiten.

Was genau haben Sie denn vor dem Schriftstellerdasein gemacht?
Ich habe über zehn Jahre ein Hotel in Bad Füssing geleitet. Zuvor habe ich als Chefsekretärin bei einem Internisten gearbeitet und davor viele Jahre in einer Anwaltskanzlei. Dabei habe ich viele Erfahrungen gesammelt, die ich heute für meine Krimis nutzen kann. 

Am Anfang steht die Idee. Dann folgt die erste leere Seite, die vielen Autoren Angst macht. Wie überwinden Sie diese Schreibblockade?
Bisher hatte ich zum Glück noch keine Schreibblockade. Ich schreibe auch zu keinen festen Zeiten sondern immer nur dann, wenn ich Lust dazu habe. Dann achte ich aber weder auf Stunden oder Nachtzeit, sozusagen gibt die Inspiration den Ton an.

Sie schreiben unter dem Pseudonym Ella W. Anders. Wie sind Sie auf ihr Pseudonym gekommen? Und warum schreiben Sie unter dem Pseudonym?

Mit Ella W. Anders will ich „ein wenig anders“ ausdrücken. Unter dem eigenen Namen habe ich gewisse Hemmungen zu schreiben, unter dem Pseudonym schreibe ich viel freier.

Sie haben gesagt, Ihre Geschichten sollen einfach unterhalten. Wie würden Sie den Humor ihrer Geschichten beschreiben?
Den Humor in meinen Krimis möchte ich als eine Mischung von skurril, lustig und phantasievoll beschreiben.

Orientieren Sie sich an anderen Autoren oder beeinflusst Sie eventuell ein Lieblingsautor?
Ich orientiere mich nicht an anderen Autoren.

Ich bin aber ein großer Fan von Agatha Christie, bewundere die flotte, phantasievolle Schreibweise von Rita Falk und lese gerne den „Kluftinger“.

Sie sind jetzt in Rente und können Ihre Zeit voll und ganz dem Schreiben widmen. Gibt es außer dem Schreiben noch andere Leidenschaften, die Sie verfolgen?
Außer dem Schreiben habe ich nur eine weitere Leidenschaft, nämlich Lesen.

Verbringen Sie viel Zeit im Kurpark?
Der Kurpark ist für mich immer eine Inspiration. Ich bin sehr häufig und regelmäßig dort. Wenn ich im Kur-oder Freizeitpark walke, auf einer Parkbank oder gar an einem der Brunnen sitze,
fällt mir grundsätzlich immer etwas ein. Und anschließend sitze ich sehr gerne in Bad Füssings Kaffeehäusern und unterhalte mich mit Gästen.